Themenfelder

 

Sprachphilosophie, Logik, Erkenntnistheorie, Philosophie des Geistes

Die Forschung in diesem Themenfeld widmet sich dem Verhältnis von Denken, Erkennen und Sprache (in natürlichen und formalen Sprachen). Sie umfasst Sprachphilosophie, Erkenntnistheorie, sowie Logik, formale Methoden und Modelle. Die Philosophie des Geistes/Cognitive Science als interdisziplinäres Forschungsfeld untersucht Fragen der (individuellen, sozialen und extended) Kognition, der Wahrnehmung und des Handelns, des Wissens und seiner Produktion.

 

Wissenschaftsphilosophie, Medien‐und Technikphilosophie, Sozialontologie

Dieses Themenfeld umfasst allgemeine Wissenschaftsphilosophie der Natur‐, Kultur‐ und Sozialwissenschaften, einschließlich der methodologischen Reflexion auf Wissenschaftsgeschichte und ‐soziologie sowie auf Wissenschaftspolitik; Philosophie Wittgensteins und des Wiener Kreises sowie ihrer Kontexte und Wirkungsgeschichte; Medien‐und Technikphilosophie; Sozialontologie und Philosophie der Sozialwissenschaften verzahnt mit Handlungstheorie und Philosophie des Geistes.

 

Politische Philosophie, Ethik und Angewandte Ethik, Interkulturelle Philosophie

Dieses Themenfeld umfasst Politische Philosophie und Rechtsphilosophie in Kooperation mit den Rechtswissenschaften, insbesondere Grundlagenreflexionen auf politische Organisationsformen und philosophische Kritiken der Institutionenlehre; Ethik und Angewandte Ethik, systematische Fragestellungen der neuen Ethik in Verbindung vor allem mit Themen der ökologischen Ethik, Tier‐ und Medizinethik; Interkulturelle Philosophie, außereuropäische Philosophien, Zusammenhänge zwischen Denkformen und sozialen und kulturellen Lebenswelten in Hinblick auf globale Herausforderungen.

 

Phänomenologie, Poststrukturalismus, Gendertheorie

Das Themenfeld versammelt Forschungsaktivitäten und ‐projekte zu zentralen Fragen der Gegenwartsphilosophie: zur Phänomenologie und ihren Verbindungen mit Logik, Erkenntnistheorie, Ethik, Metaphysik, Sozialphilosophie; zu den diversen Formen des Poststrukturalismus, der Dekonstruktion und der Gendertheorien; sowie zu religionskritischen, psychoanalytischen und ethisch‐politischen Dimensionen der Problemfelder Gewalt, Leiblichkeit und Medialität.

 

Ästhetik, Bildungsphilosophie, Europäische Philosophie

Das Themenfeld umfasst Ästhetik, Philosophie der Kunst, Arts‐Based‐Philosophy; Philosophie und Öffentlichkeit; Philosophie in kontinentaler Tradition; Antike Philosophie. Untersucht werden zudem die Frage nach der Bedeutung von Philosophie und Ethik für politische, kulturelle und gesellschaftliche Diskurse, sowie Formen, Methoden und Inhalte des Philosophie‐und Ethikunterrichts an Höheren Schulen. Die kontinentale Tradition bildet hierfür eine fundierende Rolle mit den Theorieansätzen der Metaphysik, Ontologie und Erkenntnistheorie.

 

Bildung und Konstitutionsproblematik

In diesem Themenfeld werden Grundprobleme der Disziplin bearbeitet. Der kritisch‐reflektierende Umgang mit pädagogischen Fragestellungen kommt insbesondere in der Bearbeitung der Folgen gesellschaftlicher Transformation für das Selbstverständnis der Bildungswissenschaft, in der Thematisierung des Verhältnisses von Bildungsforschung und Bildungstheorie sowie in der Untersuchung empirischer Fragestellungen vor dem Hintergrund eines systematischen Problemhorizonts einschließlich der Befassung mit latenten und unbewussten Prozessen zum Ausdruck.

 

Bildung und Institutionen

Im Themenfeld wird an einer bildungstheoretisch fundierten, historisch und komparativ informierten Schul‐ und Bildungsforschung gearbeitet, die sich insbesondere für die Folgen der zugrunde liegenden Transformationen für die Handelnden interessiert, sich der Bedingtheit dieser Forschung durch solche Transformationen bewusst bleibt. Dies erfordert sowohl Grundlagenforschung (etwa zu den historischen, sozialen und medialen Formen des Wandels) als auch aktuelle empirische Untersuchungen unter Berücksichtigung von globalen, nationalen und subnationalen Prozessen.

 

Bildung und Biographie

Im Zentrum des Themenfelds steht die Frage, wie Bildungs‐, Sozialisations‐ und Lernprozesse in ihrer sozialen Strukturierung, kulturell‐medialen Konstruiertheit und ihrer subjektiven Sinndimension über die Lebensalter hinweg konzipiert und analysiert werden und welche Relevanz diese Perspektive für die Bildungswissenschaft hat. Im Anschluss an internationale Diskurse werden grundlagentheoretische Ansätze mit empirischer Forschung etwa in Hinblick auf Problemstellungen professioneller Bildungs‐ und Beratungspraxis, biographischer Übergänge oder die Bedeutung sozialer Differenzen und Zugehörigkeiten verknüpft.

Bildung und Inklusion

Die Arbeit im Themenfeld befasst sich mit Ansätzen zu Bildung, Erziehung und Entwicklung, die ihren Ausgang von den Rechten vulnerabler und marginalisierter, insbesondere behinderter Menschen nehmen, für deren Partizipation in allen Lebensbereichen plädieren und auf eine strukturelle Veränderung der regulären Institutionen zielen, um der Verschiedenheit der Voraussetzungen und Bedürfnisse aller NutzerInnen gerecht zu werden. Dies erfolgt unter Bezugnahme auf unterschiedliche Theorietraditionen, zu denen etwa jene der Disability Studies oder der Psychoanalyse zählen.

 

Bildung und Profession

Die Arbeit im Themenfeld Bildung und Profession untersucht in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für LehrerInnenbildung Fragen der Schulpädagogik sowie der LehrerInnenbildung und pädagogischen Professionalisierung, sichert die bildungswissenschaftliche Berufsvorbildung von PädagogInnen, insbesondere von LehrerInnen der Sekundarstufe. Darüber hinaus befasst sich Professionalisierungsforschung mit Entwicklungen in weiteren beruflichen Feldern (Erwachsenenbildung, Soziale Arbeit, Medienpädagogik, Elementarpädagogik, Psychotherapie, Beratung) und trägt zur wissenschaftlichen Weiterbildung im Rahmen des Professionalisierungskontinuums von PädagogInnen bei.