Stellungnahme der Fakultätsleitung

05.12.2018

Die Fakultät für Philosophie und Bildungswissenschaft der Universität Wien sieht sich den universitären Grundsätzen der Freiheit von Forschung und Lehre verpflichtet sowie den Prinzipien eines respektvollen Umgangs mit Diversität.

Die Fakultät versteht sich als ein Ort, an dem klassische und aktuelle philosophische und bildungswissenschaftliche Konzeptionen theoretisch weiterentwickelt und in inter- und transdisziplinäre Dialoge gebracht werden. In diesem Zusammenhang findet sowohl grundlagenorientierte als auch anwendungsorientierte Forschung statt. Die WissenschafterInnen beider Fächer sind sich dabei ihrer Verantwortung in theoretischer Hinsicht und in Bezug auf gesellschaftspolitische Fragestellungen bewusst. (Siehe dazu die Zielsetzungen der Fakultät für Philosophie und Bildungswissenschaft im Entwicklungsplan Universität Wien 2025, www.univie.ac.at/rektorenteam/ug2002/entwicklung.pdf)

Bezugnehmend auf diese Zielsetzungen der Fakultät, die von den Lehrenden der Fakultät respektvollen Umgang mit Diversität und auch Verantwortungs- und Problembewusstsein für gesellschaftspolitische Fragestellungen einfordern, hält die Fakultätsleitung fest, dass es unzulässig ist, im Rahmen von Lehrveranstaltungen Unterschriftenaktionen zu tätigen oder das Sammeln von Unterschriften für politische Zwecke in zeitlicher und räumlicher Nähe von Lehrveranstaltungen durchzuführen.

Vor diesem Hintergrund distanziert sich die Fakultätsleitung aus aktuellem Anlass ausdrücklich von der Aktion eines Lehrenden zur Unterstützung einer Petition gegen Ehe für alle im Rahmen eines Seminars für Religionsphilosophie und jeglicher homophob geführten Diskussion.

 

Wilfried Datler

Dekan der Fakultät für Philosophie und Bildungswissenschaft