Jour Fixe Bildungstheorie I Bildungspraxis: Feministische Perspektiven in der Erwachsenenbildung

Die Reihe "Jour Fixe Bildungstheorie I Bildungspraxis" befragt den Stellenwert von Bildungstheorie in den aktuellen Diskursen in der Erwachsenenbildung mit starkem praktischem Bezug.

Die Zeit ist nicht wirklich günstig für feministische Bildung. Schon der Begriff scheint heutzutage dis­kreditiert zu sein, und die Bedingungen für eine fe­ministische Bildungspraxis sind erst recht erschwert. Zwar sind nach wie vor die Mehrzahl der Teilneh­menden und auch der Unterrichtenden in der Er­wachsenenbildung Frauen, zugleich besteht aber eine Schwierigkeit feministische Theorieperspektiven und geschlechterpolitische Perspektiven in der Erwach­senenbildung zu tradieren und kritisch weiterzuent­wickeln, ja, sie überhaupt zum Thema zu machen.

 


Alle Vorträge im Wintersemester 2017/2018

02. Oktober 2017 19:00 Uhr
Seminarraum 1 (Sensengasse 3a)
Verena Bruchhagen: "Von den Frauenstudien zum Managing Gender & Diversity. Konzepte, Strategien, Entwicklungen"

Wie können Herausforderungen im Bereich der (Erwachsenen-)Bildung konzeptionell auf gesell­schaftliche Dynamiken von Heterogenisierung, Pluralisierung und Exklusion bezogen werden? Der Vortrag diskutiert diese Frage anhand von zwei konkreten Beispiele.

 

23. November 2017 19:00 Uhr
Seminarraum 1 (Sensengasse 3a)
Gerde Daniel und Jutta Müller: "Feministische Perspektiven in der Erwachsenenbildung. Reflexion, Ansprüche und Realität - Erfahrungen auf regionaler Ebene"

"Jede Frau sollte mindestens ein Jahr Frauengeschichte studieren, egal was sie sonst macht. Jede Frau verändert sich, wenn sie erkennt dass sie eine Geschichte hat".
Ausgehend von diesem Zitat von Gerda Lerner, der US-amerikanischen Pionierin der Women's History, reflektiert Gerda Daniel, Geschäftsführerin der Arbeitsgemeinschaft für regionale Kultur und Bildung, die Erwartungen an Bildungsarbeit mit feministischem Anspruch. Was kann und soll feministische Bildungsarbeit heute leisten? und welche Beispiele gibt es, durch die Perspektiven und Bewusstsein von Frauen (und Männern) verändert werden können ?

 

07. Dezember 2017 19:00 Uhr
Seminarraum 1 (Sensengasse 3a)
Sabine Sölkner: Feministische Interventionen in der Erwachsenenbildung. Reflexionen im Kontext universitärer Theoriebildung und Training

Gesellschaftlich betrachtet ist Frau-sein kein kate­gorisches Verhältnis (mehr), sondern gleichermaßen eine intime und soziale Angelegenheit, vielmehr ein erlernter Habitus und transgressiver Körperzustand.
Geht es (noch) um das Einüben von Widerstands­fähigkeit, gegen die Versuchung sich zu fügen oder transformieren femnistische Ideen angesichts dem Frau-werden der Arbeit die gesellschaftlichen Logi­ken von Produktivität ? Was leisten eine feministische Haltung bzw. feminisitische Bildungs­theorien in der Erwachsenenbildung?

 

15. März 2018, 19.00 Uhr
Seminarraum 1 (Sensengasse 3a)

Podiumsdiskussion mit Bettina Dausien, Birge Krondorfer etc.
Moderation: Daniela Rothe

 

Die Veranstaltungsreihe ist eine Kooperation vom Ring Österreichischer Bildungswerke, dem Verband Österreichischer Volkshochschule sowie dem Institut für Wissenschaft und Kunst gemeinsam mit dem Institut für Bildungswissenschaft an der Universität Wien.

Leitung und Kooperation: Bettina Dausien, Daniele Rothe, Wolfgang Kellner und Stefan Vater


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