Workshop "Jean-Paul Sartre – Der Idiot der Familie"

Ein philosophischer Workshop zu Jean-Paul Sartres Studie über Gustave Flaubert, "Der Idiot der Famile" (1971/72), unter der Leitung von Dr. Helma Riefenthaler und PD Dr. Jens Bonnemann (Sartre-Gesellschaft e.V.)

1. und 2. Juli 2017, je von 10-18Uhr, Seminarraum 3A, NIG

In Jean-Paul Sartres letztem Werk "Der Idiot der Familie" (1971/72) wird auf fast dreitausend Seiten am Beispiel von Gustav Flaubert der Frage nachgegangen, was man heutzutage von einem einzelnen Menschen wissen kann. Sartre will jede Einseitigkeit vermeiden, indem er den Menschen weder auf seine Subjektivität noch auf seine Objektivität, weder auf seine persönlichen Entwürfe noch auf seine gesellschaftlich-historische Verankerung reduzieren will. Was Sartre interessiert, ist also weder das Individuum noch die Gesellschaft, sondern das Individuum in der Gesellschaft. Daraus ergibt sich in Auseinandersetzung mit Kierkegaard und Marx, Freud und Heidegger die Frage: Wie muss eine Hermeneutik vorgehen, die nicht nur wissen will, was die Welt aus einem Menschen gemacht hat, sondern auch, was diesem Menschen aus dem zu machen gelingt, wozu die Welt ihn gemacht hat. Kurz, wie kann ich die Freiheit eines anderen Menschen verstehen?

Im Workshop werden ausgewählte Textpassagen aus der Flaubert-Studie gelesen und diskutiert. Es wird um eine verbindliche Anmeldung bis 21. Juni 2017 per E-mail gebeten: helma.riefenthaler@univie.ac.at oder jensbonnemann@gmx.de

 

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